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Zufälle gibt’s: Maggie Entenfellner entdeckt plötzlich die „Verbesserungen“ im Skandal-Stall

tierluna
vor 6 Stunden
2 Min. Lesezeit

Maggie Entenfellner hat den mittlerweile bekannten landwirtschaftlichen Betrieb besucht, dessen Tierhaltung seit geraumer Zeit für massive Kritik sorgt.

Und siehe da: Wo andere vor allem Missstände sehen, entdeckt Maggie Entenfellner auch Positives. Sinngemäß lautet die beruhigende Botschaft: Seit dem letzten Mal sei es ohnehin besser geworden.

Wie schön.

Weniger beruhigend ist allerdings eine Information, die derzeit an uns herangetragen wird und die wir ausdrücklich noch nicht als erwiesene Tatsache darstellen: Nach übereinstimmenden Hinweisen soll ausgerechnet Mag. Ferdinand Entenfellner, Tierarzt und Bruder von Maggie Entenfellner, diesen landwirtschaftlichen Betrieb tierärztlich betreut haben oder noch betreuen.

Ob das tatsächlich zutrifft, versuchen wir derzeit zu objektivieren.

Sollte es stimmen, bekäme die Berichterstattung allerdings eine ausgesprochen interessante zusätzliche Facette.

Denn dann müsste man sich fragen, welche Wahrnehmungen der regelmäßig beigezogene Tierarzt über die Tierhaltung gemacht hat, ob für ihn Missstände erkennbar waren und wie er damit umgegangen ist. Und man dürfte wohl auch fragen, warum seine Schwester gerade jetzt einen Bericht veröffentlicht, bei dem die eingetretenen „Verbesserungen“ besonders hervorgehoben werden.

Natürlich kann das alles Zufall sein.

Es könnte aber ebenso der Eindruck entstehen, dass hier rechtzeitig eine andere Erzählung etabliert werden soll: Nicht jahrelange Missstände stehen im Mittelpunkt, sondern die Botschaft, dass ohnehin alles immer besser geworden sei.

Und falls sich zusätzlich bestätigen sollte, dass der eigene Bruder den Betrieb tierärztlich betreut hat, wäre diese Schwerpunktsetzung zumindest bemerkenswert praktisch.

Wir behaupten ausdrücklich nicht, dass Maggie Entenfellner mit ihrem Bericht ihren Bruder aus der Schusslinie nehmen wollte. Wir stellen nur eine Frage, die sich angesichts dieser Konstellation geradezu aufdrängt:

Würde die Geschichte in der Krone genauso erzählt, wenn der Tierarzt des betroffenen Betriebes nicht Ferdinand Entenfellner hieße?

Vielleicht lautet die Antwort ja.

Vielleicht erfahren wir aber auch noch, wer den Betrieb tatsächlich tierärztlich betreut hat.

Wir bleiben dran.

Denn beim Tierschutz sollten weder Familiennamen noch verwandtschaftliche Beziehungen darüber entscheiden, wie genau hingesehen und wie kritisch berichtet wird.


 
 
 

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