‼️Wenn Tierleid plötzlich ganz weit weg ist: Maggie Entenfellner und der Stall ihres Bruders‼️
Maggie Entenfellner zeigt sich in der Kronen Zeitung wieder einmal erschüttert über Zustände in der heimischen Tierhaltung. Diesmal geht es um einen Mastbetrieb im Bezirk St. Pölten, der seit Jahren die Behörden beschäftigt. Trotz zahlreicher Kontrollen, Anzeigen und eines Tierhalteverbots werden an diesem Standort weiterhin Tiere gehalten. Jetzt steht auch die Frage im Raum, ob die Behörden ausreichend konsequent eingeschritten sind.
Kritische Berichterstattung über solche Zustände ist richtig und wichtig.
Interessant wird es allerdings, wenn man rund 18 Jahre zurückblickt.
Im Jahr 2008 sorgte nämlich ein Schweinemastbetrieb in Stössing für Schlagzeilen. Tierschutzorganisationen erhoben damals massive Vorwürfe und veröffentlichten erschütterndes Foto- und Videomaterial. Auch von einem behördlich festgestellten Überbelag von 200 Schweinen wurde berichtet.
Betreiber dieses Betriebes: Tierarzt Mag. Ferdinand Entenfellner – der Bruder von Maggie Entenfellner.
Wir haben versucht herauszufinden, wie ausführlich die Kronen Zeitung und insbesondere ihre prominente Tierschützerin damals über diesen Fall berichtet haben.
Gefunden haben wir bislang: nichts.
Vielleicht haben wir schlecht gesucht. Sollte jemand einen entsprechenden Krone-Artikel aus dem Jahr 2008 finden, stellen wir das selbstverständlich gerne richtig.
Andernfalls bleibt eine durchaus bemerkenswerte Frage:
Warum steht Maggie Entenfellner heute in der ersten Reihe, wenn Tierhaltung und behördliches Versagen bei fremden Betrieben angeprangert werden – während uns eine vergleichbar deutliche öffentliche Positionierung zu den damaligen Vorwürfen gegen den Betrieb ihres eigenen Bruders nicht bekannt ist?
Familienangehörige sind selbstverständlich nicht für das Verhalten ihrer Verwandten verantwortlich. Journalisten und öffentlich auftretende Tierschützer darf man aber sehr wohl daran messen, ob sie bei allen Fällen denselben Maßstab anlegen.
Tierleid wird schließlich nicht weniger schlimm, nur weil der betreffende Stall zufällig in der eigenen Familie liegt.
Oder anders gesagt: Wer gerne mit dem Finger auf andere zeigt, sollte darauf achten, dass die übrigen Finger nicht gerade Richtung Stössing zeigen.




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