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TRANSPARENZ – MIT EINER WOCHE ANLAUFZEIT? 🤔

tierluna
vor 7 Stunden
2 Min. Lesezeit

Maggie Entenfellner meldet sich heute „in eigener Sache, weil mir Transparenz wichtig ist“.

Das klingt gut. Nur kommt diese Transparenz bemerkenswert spät.

Der von ihr erwähnte Ortsaugenschein war bereits am vergangenen Mittwoch. Dort hat sie nach eigenen Angaben erfahren, dass ausgerechnet die Tierarztpraxis ihres Bruders Mag. Ferdinand Entenfellner auf jenem Bauernhof tätig ist, dessen Tierhaltung zuvor von der Krone scharf kritisiert wurde.

Warum erfahren die Leserinnen und Leser diesen doch nicht ganz unwesentlichen Umstand erst jetzt?

Warum nicht am Mittwoch? Warum nicht am Donnerstag?

Hat die nunmehrige „Transparenz“ vielleicht etwas mit der Kritik zu tun, die zwischenzeitig aufgekommen ist? Wir wissen es nicht. Der Zeitpunkt lässt diese Frage aber jedenfalls zu.

Noch interessanter ist die Behauptung, es habe Verbesserungen gegeben.

Uns bekannte, erst vor kurzem entstandene Videoaufnahmen vermitteln nämlich ein völlig anderes Bild. Personen, die das vollständige Material gesehen haben, bestreiten vehement, dass von einer relevanten Verbesserung gesprochen werden könne.

Also ganz konkret: Was genau soll besser geworden sein?

Und dann wäre da noch eine Frage, die Maggie Entenfellners heutiger Beitrag bemerkenswerterweise nicht beantwortet.

Sie schreibt, ihr Bruder sei „darum ersucht“ worden, den Betrieb tierärztlich zu betreuen und Verbesserungen auf den Weg zu bringen.

Seit wann?

Erst nachdem die Zustände öffentlich geworden sind? Seit einigen Wochen? Seit Monaten? Oder war die Tierarztpraxis vielleicht schon wesentlich länger für diesen Betrieb tätig?

Gerade wenn „Transparenz“ das erklärte Ziel ist, müsste sich diese einfache Frage doch einfach beantworten lassen.

Denn falls Mag. Ferdinand Entenfellner den Betrieb tatsächlich schon während jenes Zeitraums tierärztlich betreut haben sollte, in dem die nun kritisierten Haltungsbedingungen bestanden haben, würde sich eine ganz andere Frage stellen: Was hat der Betreuungstierarzt wann wahrgenommen – und was hat er daraufhin unternommen?

Wir behaupten nicht, dass es so war. Wir möchten es wissen.

Und vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen Transparenz und Schadensbegrenzung:

 Transparenz beantwortet unangenehme Fragen von selbst.

 Schadensbegrenzung beantwortet sie erst, wenn andere anfangen, sie zu stellen.

Also, Frau Entenfellner: Seit wann betreut die Tierarztpraxis Ihres Bruders diesen Bauernhof – und worin bestehen die behaupteten Verbesserungen konkret?

Wir sind an einer transparenten Antwort sehr interessiert.


 
 
 

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