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Alles schon viel besser? Offenbar sehen das nur nicht alle so.

tierluna
vor 7 Stunden
2 Min. Lesezeit

Nach unserem gestrigen Posting gibt es neue Informationen zum Fall des landwirtschaftlichen Betriebes im Bezirk St. Pölten. Mag. Ferdinand Entenfellner ist seit rund einem Jahr Tierarzt dieser Landwirtschaft und üblicherweise ein Mal pro Woche vor Ort.

Maggie Entenfellner hat den Betrieb inzwischen selbst besucht. In ihrer Berichterstattung entsteht sinngemäß der Eindruck: Die Zustände waren problematisch, inzwischen habe sich aber einiges verbessert.

Das klingt beruhigend.

Nur: Menschen vor Ort erzählen uns etwas anderes.

Nachbarn des Betriebes bestreiten vehement, dass eine solche Verbesserung tatsächlich eingetreten sei. Dasselbe hören wir von Personen, die nach eigenen Angaben das vollständige Videomaterial kennen – und nicht nur ausgewählte Ausschnitte.

Damit stehen plötzlich zwei sehr unterschiedliche Bilder nebeneinander.

Und noch etwas macht die Sache interessant: Beim ersten, besonders kritischen Bericht wusste Maggie Entenfellner nach ihren eigenen Angaben noch nicht, dass ihr Bruder Mag. Ferdinand Entenfellner der Betreuungstierarzt dieses Betriebes ist.

Später wusste sie es.

Und nun lesen wir weniger darüber, wie solche Zustände entstehen und über längere Zeit bestehen konnten, sondern mehr darüber, was mittlerweile angeblich besser geworden ist.

Wir behaupten nicht, dass das eine mit dem anderen zusammenhängt. Aber übersehen muss man diese zeitliche Abfolge deshalb auch nicht.

Vor allem aber möchten wir jetzt etwas anderes wissen:

Wenn Nachbarn und Personen mit Kenntnis des vollständigen Videomaterials die behaupteten Verbesserungen vehement bestreiten – worauf stützt sich dann die positive Einschätzung?

Ein Betriebsbesuch? Eine Momentaufnahme? Aussagen des Betreibers? Oder gibt es objektive Unterlagen, die eine nachhaltige Verbesserung tatsächlich dokumentieren?

Die würden wir gerne sehen.

Denn Tierschutz funktioniert nicht nach dem Prinzip:

Kamera an – Stall schöner – Kamera aus – Problem gelöst.

Und wenn der eigene Bruder gleichzeitig Betreuungstierarzt des kritisierten Betriebes ist, wäre maximale Transparenz vielleicht die überzeugendere Form der Berichterstattung.

Wir bleiben jedenfalls bei den unangenehmen Fragen. Die Tiere können sie schließlich nicht selbst stellen.


 
 
 

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